#103 Insider-Käufe analysiert: Die Perspektiven für MBB, Deutz AG und die JDC Group
Shownotes
Wir starten direkt mit einem millionenschweren Zukauf bei einer bekannten, familiengeprägten Beteiligungsholding – hier lockt ein massiver Bewertungsabschlag zum inneren Wert, doch ist dieser wirklich die perfekte Einstiegschance? Außerdem widmen wir uns einem alten Bekannten: Bei einem traditionsreichen deutschen Motorenhersteller schlägt der Aufsichtsrat trotz steigender Schulden durch eine frische Milliardenübernahme kräftig zu. Ist das der erhoffte Startschuss für einen Turnaround oder verschleiert es nur das sinkende Momentum? Richtig spannend wird es auch bei einer stark gefallenen Wachstumsstory, bei der der eigene Finanzchef trotz eines dramatischen Kursrutsches von 45 Prozent bereits zum zweiten Mal mutig nachkauft. Und für alle, die es etwas kurioser mögen, analysieren wir einen hochgradig fragwürdigen Insider-Verkauf bei einem extrem illiquiden KI-Medizin-Pennystock, der laut unserem Experten eigentlich noch gar nicht an die Börse gehört.
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00:00:00: So, alle liebe Versiebes-Fans.
00:00:01: Wir machen wieder eine Woche rum, wir sind wieder spannende Insiderkäufe und Verkäufer zu verbinden bis zum Kurios vielleicht.
00:00:08: Machen wir heute wieder ein Insider-Podcast.
00:00:10: rein und Lämmen und ich.
00:00:11: Und wir fangen an mit MBB.
00:00:14: Da hat MBB Capital Management gekauft für hundertsechzigtausend Euro und für hundessübtsich Komma Null vier pro Aktie.
00:00:23: Was halten wir davon?
00:00:25: Ja, diese Capital Management Group ist den Gründer Dr.
00:00:28: Nesermeyer zuzuordnen der auch dort inzwischen im Aufsichtsrat setzt.
00:00:32: MBB ist eine familiengeprägte Beteiligungsunterholding die eher mittelständische Unternehmen mit langfristigem Anlagehorizont für sie selber kauft das heißt ohne diese feste Laufzeitpolitik von den großen KKR und Co und auch ohne diesen permanenten Verkaufsdruck, was es für alle beteiligten etwas entspannter und interessanter und auch grundsätzlich langfristig ausgerichtet da macht.
00:01:00: Beteiligung die größte von allen ist.
00:01:03: Friedrich Vorwerk also kennen wir ja schon oft hier gehabt in Energie-und Infrastruktur.
00:01:08: dann gibt das noch die Aumankrupp also eher Auto zu liefern als Spezialmaschinenbauer.
00:01:13: dann gibt's noch drei andere eher unbekannte aber eigentlich muss man sagen der Wertteil bei ist hier die Friedrich Weil Vorweg eben zum Beispiel allein in diesem Jahr voraussichtlich fünf Euro Fünfzig Gewinn macht.
00:01:27: und davon bleiben ungefähr in diesen Gesamtverbund MBB als Gewinn für zwei tausend sechsundzwanzig dann vier Euro Fuffzig hängen.
00:01:36: Man macht auch dafür eins Kommandzwei Milliarden Umsatz bei MBB.
00:01:41: Der Gewinn steigt auch.
00:01:42: Insofern ist das alles sehr gut, zweites Positives Netto die Künität.
00:01:46: vierhundertdreißig Millionen man könnte noch mehr einkaufen und gerade damit jede Menge Geduld.
00:01:51: und der innere Wert some of the parts auf Englisch liegt bei ungefähr eins Komma viel Milliarden was höher ist als die Markkapitalisierung von neunhundertvierzig Millionen von NBB Und das ist damit eben auch relativ viel versprechen.
00:02:06: Dieser innere Wert liegt sogar bei zweihundertsechzig Euro pro Aktie, reinrechnerisch und an der Börse haben wir nur hundert sieben Siebzig aktuell.
00:02:14: aber man sieht dass es der typische Holding Abschlag da ist immer da weil in der Holding die Kosten anfahren und die Steuern und natürlich auch mal die Bewertung stark schranken kann und damit auch mal wieder fallen kann.
00:02:27: Wo sind die anderen Beteiligungen?
00:02:28: Aumann und Denignit usw.
00:02:30: auch relativ schwach, also man lebt ja tatsächlich von Friedrich Vorberg und damit ist MBB letztlich eine Wette auf dessen Wertentwicklung.
00:02:40: Auch wenn wir diesen Holding Abschlag nicht mit einer Sicherheitsmarge verwechseln darf ich sagen genau das Gegenteil würde ich dem Kauf folgen denn der Kurs ist schon fünfzig Euro runter gekommen.
00:02:51: Wir waren schon bei zweihundert zwanzig Euro vor in einem guten halben Jahr.
00:02:57: Und weil die Bewertung unterdurchschnittlich geworden ist durch diese Fünfzig Prozent Abschlag, wir sind zum Beispiel bei Enterprise Value zu EBITDA nur noch beim Verhältnis von Eins.
00:03:07: Man muss vorsichtig sein, weil natürlich andere Werte ich sage mal fünf bis zehn hier nicht zählen durch diesen Holding-Abschat der immer da ist.
00:03:13: aber der Durchschnitt war eins Komma sieben.
00:03:15: jetzt sind wir stark unterdürchentlich.
00:03:17: KGV six und zwanzig.
00:03:18: Ich würde dem auf diesem Wertungsniveau.
00:03:21: Okay,
00:03:22: total spannend.
00:03:23: Auch wenn die es keine individuelle Anlageberatung sondern an der journalistischen Einung ist?
00:03:26: Genau!
00:03:27: Natürlich
00:03:28: was wurden Sie sagen?
00:03:29: Ne, hab ich vergessen.
00:03:32: Wahrscheinlich dasselbe.
00:03:34: So ja dann kommen wir zu einem alten Bekannten oder einer alten bekannten Deutsch AG.
00:03:39: Die hat da glaube ich letzte Woche oder vorletzte Woche auch schon mal besprochen und natürlich auch schon öfter Und letzte Woche haben sie auch abgewinkt Ende der Fernstange erreicht.
00:03:50: Jetzt hat Dr.
00:03:51: Vogenreiter Dietmar Aufsichtsrat gekauft, ist das ein Signal oder ist es keins?
00:03:56: Es ist ein starkes Signal aber ich bin trotzdem weiterhin nicht überzeugt denn man hat ja gerade erst diese Flensburger Fahrzeugbaugesellschaft gekauft... Für viel Geld, ja.
00:04:05: ...passt doch für eins von
00:04:06: sechs Milliarden.
00:04:06: Ja, für viele Geld,
00:04:07: jahm.
00:04:07: Kein Eins Komma Sechs Milliarden wobei ja die Marktkapitalisierung von Dolms auch nur Eins Kommaan Sechs Eins Kommaa Sieben Milliarden isst.
00:04:14: Das heißt man hat hier deutlich die Verschuldung erhöht und es gab auch dadurch eine Deutliche Verwässerung, was muss man auch sagen?
00:04:22: Weil man mit eigenen Aktien teilweise bezahlt hat.
00:04:24: Ohne dass die Altaktionäre hier irgendwie einen Einfluss darauf haben.
00:04:29: Deutsch versucht aus dieser reinen Motorengeschichte, die wir ja schon zig Jahre kennen, ich glaube, ist mein Anker wert also ewig kennen war versucht rauszudiversifizieren in Verteidigung Energie Service und so weiter.
00:04:44: weil höhere Margen.
00:04:46: aber Das Momentum lässt schon stark nach, auch durch diesen Fahrzeugbau aus Flensburg-Kauf.
00:04:53: Die Vorhersagbarkeit der Ergebnisse ist relativ schwach geworden.
00:04:58: Die für im Jahr zwanzig sind zwar sukzessive überdurchschnittlich immer noch sinken aber weiterhin und der Kurs ist bei zehn Kommassiven geblieben wie vor zwei Wochen als wir zuletzt darüber gesprochen haben.
00:05:10: da hat sich also nichts getan müssen.
00:05:14: die erst liefern, beziehungsweise diesen Steuernkauf verdauen.
00:05:19: Deswegen würde ich dem Kauf hier nicht
00:05:22: holen.
00:05:22: Machen wir einen Hackling so weit dran, dass wir das vielleicht in vier Wochen nochmal angucken.
00:05:28: Gut dann haben wir das schon besprochen, da haben wir nicht JDC Group, da hat die Aragown Holding GmbH gekauft für Rundundsundschtausend Euro.
00:05:40: Was ist das, Beteiligung auch?
00:05:42: Ja die Aragonein.
00:05:44: Das ist letztlich eine private Beteilligungsholing, die dem CFO Ralf Konrad zuzuordnen ist.
00:05:49: der hält plus minus sechs Prozent ungefähr an JDC durch seine Beteillingungsholen.
00:05:55: Ist aber ein starkes Signal wenn es CFO zum zweiten Mal in diesem Jahr bereits kauft.
00:06:01: ich glaube der erste Kauf war im März und war ähnlich groß.
00:06:04: Insofern ist da schon starkes signal.
00:06:06: nochmal kurz zur JDC.
00:06:07: Ich war ja letzte mal Wie soll ich sagen, tendenziell optimistisch also gar nicht so abgeneigt.
00:06:15: Obwohl der Kurs in den letzten zwölf Monaten rund forty-fünf Prozent gefallen ist.
00:06:19: Warum?
00:06:20: Weil der Markt an der Wachstumsstory und dem Prognosen schon gezweifelt hat.
00:06:24: man ist zuletzt auch auf das untere Ende der Prognose range zurückgegangen.
00:06:28: Das Neugeschäft widerspricht sich ein bisschen mit der deutschen Konsumschwäche.
00:06:32: da darf man eben nicht so viel erwarten die leidet eben.
00:06:37: Die hohe Bewertung wird jetzt in sukzessive nun abgebaut, so dass sie inzwischen fast unterdurchschnittlich ist.
00:06:44: Und gleichzeitig muss man sagen es gibt steilende Skalenträge auf dieser Plattform für SSS Management.
00:06:50: Es gibt eine recht ordentliche Evitamage also gut zweistellig und das Vorsorge-Depot ab sieben zwanzig kommt noch mal dazu.
00:06:58: die Ertragsschätzung sind stabil auch Jahr für Jahr steigend.
00:07:02: wenn diese ertragt sie nur weitgehend erreicht werden.
00:07:06: Da neige ich dazu, diesen Kauf zu folgen.
00:07:09: Weil ich glaube diese Minus forty-fünf Prozent sind genug.
00:07:14: Also nicht in einen Fallen das besser greifen sondern mutig
00:07:19: zugreifen?
00:07:19: Ja sobald hier ein bisschen Momentum nach oben reinkommt geht die ganze Sache vermutlich auch mal wieder positiver aus.
00:07:25: Ja dann kommt es uns um einzigen Verkauf.
00:07:27: da habe Spassig, bisschen kurios.
00:07:33: Leo International Precision Health AG hat Leo Wang der Name ist Programm verkauft für und das waren forty-tausend Euro.
00:07:43: ich habe dann nochmal nachgeguckt.
00:07:45: er hat da noch mal ein paar Stücke mehrmals ja vorsparer Wert oder?
00:07:53: Der Mann heißt Xiaosuan Wang, der nennt den Leo und der Name ist dann wahrscheinlich auch auf seinem Firma hier übergeschwappt.
00:08:01: Es geht um personalisierte Medizin mit Hilfe von KI- und großen medizinischen Datenmengen.
00:08:08: Aber das Ganze ist sehr frühreif sozusagen.
00:08:12: Übrigens hält der Herr Wang, da gibt es noch ein paar andere Ankeraktionäre so dass wir hier nur eine Sträubesitz haben von rund.
00:08:20: Das führt zu einem sehr geringen Börsen-Umsatz.
00:08:23: Sie wissen, dass ich das nicht mag.
00:08:25: Also zuletzt haben wir in der letzten Woche im Schnitt rund hundertsechzigtausend Stücke gehandelt.
00:08:30: bei dem Kurs von null Komma ein Euro also zehn Cent, sechzehntausend Euro.
00:08:35: Das finde ich nicht besonders attraktiv.
00:08:37: gerade mal für den Institutionell ist es ja nicht markbar.
00:08:40: die Bilanz zum Beispiel liegt ungefähr bei zweiundach Millionen Euro und besteht so acht neunzig Prozent aus immateriellen Wertgegütern.
00:08:49: Patente und das, was er da eingebracht hat.
00:08:52: Also solche immateriellen Vermögensgegenstände sind jetzt auch nicht so richtig belastbar auf Dauer Und wir haben am thirteenthen Seten eine verkappte Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln gehabt.
00:09:03: Das bedeutet, dass ist eigentlich keine richtige Kapitalzufuhr und auch keine Wertsteigerungen.
00:09:09: Sondern man hatten rein rechnerische Reduzierung des Aktienkurses und aus einer Aktie wurden hundertfünfundachzig Stücke.
00:09:17: Also man merkt dann all den Dingen, wir haben immer wieder dem Boden des Börsenfassers ausgegrattet.
00:09:22: Ich glaube das eine Firma in diesem Zustand ihrer Entwicklung noch nicht an die Börse gehört.
00:09:29: Alles was ich gerade gesagt habe, Streugesetz
00:09:30: etc.,
00:09:31: sprich dagegen der Kurs ist bei zehn Cent schon seit Monaten also rein rechnerisch zumindest seitwärts am Laufen.
00:09:40: Ich würde hier wenn ich könnte den Verkauf folgen und sagen ne das hat in dieser Phase gar keinen Sinn.
00:09:46: Vielleicht ändern die auch noch ihre Namen in Mords AG.
00:09:51: Prima!
00:09:51: Ja, das war's ja für heute.
00:09:52: Es war sehr schön, total spannend.
00:09:55: Wir sehen uns wieder und hören uns wieder ...
00:09:57: In einer Woche.
00:09:59: Ciao ciao.
00:10:00: Leute
00:10:01: dieser
00:10:01: Podcast ist ein journalistischer Beitrag des Börsenkonomisten Reinhold Rammbach Und auf gar keinen Fall eine individuelle Anlageberatung.
00:10:11: Und außerdem ist es mein
00:10:12: Papa.
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